
Interdisziplinäres Denken und Handeln
Die KUNSTTHERAPIE BERLIN ist ein Kolleg für Weiterbildung und Forschung, das den Studiengang in Kooperation mit der Kunsthochschule Berlin Weißensee druchführt, und dessen zentrale Aufgabe die Weiterbildung und Forschung in der Kunsttherapie ist. Im Rahmen dieser Kooperation mit der Kunsttherapie Berlin - Kolleg für Weiterbildung und Forschung trägt die Kunsthochschule Berlin die akademische Letztverantwortung.
Dieses Modell der Kunsttherapie Weiterbildung und Forschung ist in Deutschland einmalig: die verschiedenen Ausbildungselemente werden sowohl von klinischer als auch von künstlerischer Seite auf höchstem Niveau vertreten. Damit soll der Forderung nach einem Ansatz der Kunsttherapie entsprochen werden, in dem beide Elemente, aus denen sie sich zusammensetzt, kompetent und gleichwertig zur Integration finden: die Kunst und die Therapie.
In der Kunsttherapie werden künstlerisches Material, Bilder und Skulpturen und der künstlerische Prozess eingesetzt, um Patienten/Klienten Ausdruck für Erfahrungen, Gedanken, Gefühle und Fantasien zu ermöglichen. In der Anwendung dieser künstlerischen Prozesse und Produkte wird dem Patienten/Klienten geholfen, seine bisher verborgenen Gefühle, Wünsche, Erinnerungen, Probleme wahrzunehmen, aber auch seine Fähigkeiten zu erkennen. Damit kann sie helfen sich selbst besser zu verstehen. Sie kann aber ebenso als Experimentierfeld für Neues, bisher nie Gewagtes genutzt werden: Ein Bild kann verändert, übermalt oder neue Entwürfe können erprobt werden. Analog werden somit Möglichkeiten eröffnet, neue Entwürfe für das persönliche Leben im sicheren Rahmen der Kunst und des künstlerischen Schaffens und der therapeutischen Beziehung zu entwickeln.
Um von der Kunsttherapie profitieren zu können, braucht man keine künstlerische Begabung mitzubringen. Kunsttherapeuten nutzen ihre Kenntnisse aus den Bereichen der Psychotherapie, Kunst, Pädagogik, Psychologie und Medizin, um die künstlerischen Produktionen und Prozesse in Beziehung zur Persönlichkeit der Patienten/Klienten zu setzen und ihr therapeutisches Handeln entsprechend auszurichten.