Masterstudium

Studienziele

Die Studierenden lernen, als Kunsttherapeuten mit Menschen zu arbeiten, die unter verschiedenen Krankheiten, Störungen und Behinderungen leiden. Die theoretisch und praktisch fundierte Auseinandersetzung mit den Prozessen der bildenden Kunst und der Psychotherapie soll sie befähigen, beide Bereiche verbinden und kunsttherapeutisch anwenden zu können. Sie erwerben die Kompetenz, das Angebot von bildnerischen Materialien und Methoden nach den physischen, psychischen und ästhetischen Bedürfnissen der Patienten und Klienten zu richten und kunsttherapeutisch zu reflektieren. Dazu gehört auch die bewusste Auseinandersetzung mit der eigenen künstlerischen Praxis. Die Vertiefung von Selbsterkenntnis und Beziehungsfähigkeit sind weitere wichtige Ziele.
Theorien der Psychoanalyse und psychodynamisches Denken sind wesentlich für unser Verständnis der Kunsttherapie. Grundsätzlich prägen Wissenschaftlichkeit und Anwendungsorientierung die Inhalte des Weiterbildungsstudiums. 

Voraussetzungen zur Zulassung

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um sich für das Zulassungsverfahren zu qualifizieren (siehe auch Zulassungsordnung):

  • die allgemeine Hochschul- oder Fachhochschulreife sowie
  • der Abschluss an einer staatlichen Kunsthochschule im Bereich bildende Kunst; oder
  • das Erste Staatsexamen als Kunstpädagoge/Kunstpädagogin; oder
  • Absolventen anderer Berufsgruppen mit einem Abschluss einer wissenschaftlichen Hochschule oder Fachhochschule und mit kontinuierlicher qualifizierter künstlerischer Praxis.

Weitere Voraussetzungen für die Bewerbung

  • Eine Mappe (siehe Details), in der mindestens 20 neuere Arbeiten der künstlerischen Tätigkeit des Bewerbers / der Bewerberin enthalten sind.
  • Der Nachweis einer mindestens einjährigen Berufserfahrung in einem sozialen Bereich; diese kann auch als Teilzeitarbeit geleistet worden sein. Insgesamt muss sie dann mindestes einem Jahr Vollzeitarbeit entsprechen.
  • Das Mindestalter von 25 Jahren.

Zulassungsverfahren

Bewerbungsunterlagen und Informationsmaterial zu Studium können Sie sich über unser Kontaktformular zusenden lassen. Die Bewerber, die alle Zulassungsvoraussetzungen erfüllen, werden zur Zulassungsprüfung eingeladen. Es besteht die Möglichkeit, die Erfüllung einzelner Voraussetzungen im Bewerbungsgespräch darzulegen.

Das Verfahren besteht aus einem mehrteiligen Workshop: Jeder Bewerber muss sich beteiligen: 

  • an einem Gespräch mit mindestens zwei Dozenten
  • an einem mehrteiligen künstlerischen Verfahren, das zeigt, ob er/sie die für die Kunsttherapie notwendige Kreativität entwickeln kann.

Studiengliederung

Das Studium ist in Module eingeteilt und umfasst folgende Bereiche (vgl. Studienordnung):

  • Kunstpraxis – Kunsttheorie
  • Psychologie / Medizin
  • Psychotherapie (Theorie)
  • Kunsttherapeutische Lehrveranstaltungen
  • Kunsttherapeutische Berufspraxis (Praktika)
  • Selbsterfahrung 

Studiendauer

Das Studium ist als dreijähriges Teilzeitstudium eingerichtet und soll auch Berufstätigen die Teilnahme ermöglichen. Es empfiehlt sich, eine volle Arbeitsstelle auf höchstens 30 Stunden zu reduzieren.

Struktur der Seminare

Die Seminare finden in der Regel etwa jedes dritte Wochenende freitags und samstags (ganztags) statt. Dazu kommt eine ganze Studienwoche pro Jahr.

Praktika

Die berufspraktischen Erfahrungen in einer Anzahl von medizinischen und nicht-medizinischen Einrichtungen gehören zum wichtigsten Teil der Kunsttherapie-Weiterbildung. Am Praktikumsort gibt es zur Unterstützung einen Mentor. Insgesamt müssen mindestens 120 Tage im Praktikum verbracht werden. Nach Möglichkeit werden  Praktikumsplätze zur Verfügung gestellt.

Supervision

Die Praxiserfahrungen schließen regelmäßige Supervision an den Ausbildungswochenenden mit ein. In Kleingruppen wird die Arbeit mit Patienten besprochen und reflektiert.

Studiengebühren

Die Kosten betragen pro Studienjahr zur Zeit 3.600 Euro (300 Euro monatlich). Das schließt künstlerisches Material, die regelmäßige Supervision, Selbsterfahrung und Teilnahme an anderen Veranstaltungen der Kunsthochschule Berlin-Weißensee ein.

Ausstellung

Die kontinuierliche eigene künstlerische Praxis gehört zum Selbstverständnis von Kunsttherapeuten auch im Studium. Dabei werden die Studierenden von verschiedenen künstlerischen Dozenten begleitet. Im letzten Semester werden Arbeiten aus dem Studium in einer Ausstellung gezeigt.

Modulhandbuch

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Ordnungen

Zulassungsordnung | Studienordnung | Prüfungsordnung